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Ex libris

Die Kunst der Exlibris: Das Meisterzeichen in der kultivierten Bibliothek

Das Ex Libris, im 15. Jahrhundert in Deutschland zeitgleich mit Gutenbergs Erfindung des Buchdrucks entstanden, ist das Exlibris (aus dem Lateinischen ex libris suis, "aus den Büchern von...") das grafische Siegel, mit dem Bibliophile und Sammler den Besitz und die Identität ihrer Bibliothek authentifizieren.

Im Laufe der Jahrhunderte haben sich große Meister der Gravur wie Albrecht Dürer an dieser raffinierten Kunstform versucht. Sie entwickelte sich von ihren ursprünglichen heraldischen und adligen Funktionen hin zu einem echten symbolischen Manifest des Besitzers zwischen dem 19. Jahrhundert und der Blütezeit des Jugendstils.

Weit mehr als eine bloße Kennzeichnung ist das moderne Exlibris ein mikroskopisches Meisterwerk der Grafik: ein intellektuelles Porträt, das auf wenigen Zentimetern Leidenschaften, Mottos, esoterische und dekorative Elemente durch edle Techniken wie Kupferstich, Radierung und Holzschnitt verschmilzt.

In diesem Bereich wird die Tradition dieses Fragments der Druckgeschichte gefeiert, in dem handwerkliche Stringenz und die Liebe zum Detail dem Buch des Autors einen intimen, zeitlosen Wert zurückgeben.